OEE-Steigerung (Overall Equipment Effectiveness), Zykluszeit-Reduzierung und Halbierung der Rüstzeiten

Dies waren die unternehmerischen Vorgaben für dieses Projekt, in einem spanischen Werk für die Bearbeitung von Gussteilen für PKW-Bremsen. In einem Quickcheck wurde zunächst die Ist-Stuation analysiert, die Potenziale identifiziert und die Vorgehensweise festgelegt.
An ausgewählten Pilotlinien wurden dann die erforderlichen Führungskennzahlen definiert, vor Ort am Linien-Board visualisiert und die Zielwerte vereinbart. Nach jeder vollen Stunde tragen nun die Linien-Mitarbeiter selbst die wesentlichen Ausbringungs-, Störungs- und Qualitätsdaten in ein entsprechendes Erfassungsblatt ein und vergleichen sie mit den Zielwerten. Abweichungen werden grafisch dargestellt und der Störungsgrund festgehalten.
Nach erfolgter Störungsbehebung ergründen die Schichtführer zusammen mit den Fachkräften der Dienstleistungsbereiche die wahre Störungsursache, definieren die erforderlichen Maßnahmen und leiten diese mit der PDCA-Karte ein. Sie berichten täglich ihrem Gruppenleiter nicht nur über die Hauptstörungen, sondern auch über die bereits veranlassten Korrekturmaßnahmen.
Alle indirekten Fachabteilungen von der Instandsetzung über die Werkzeugbereitstellung bis zu den Arbeitsplanern, dem Qualitätsmanagement und der Logistik sind in diesen PDCA-Prozess eingebunden. Die übergeordneten Führungskräfte bis zum Werkleiter führen täglich Prozessbestätigungen vor Ort durch und überprüfen die nachhaltige Wirksamkeit.
Projektergebnisse: Der OEE konnte in nur 9 Monaten um 27% gesteigert, die Zykluszeiten um durchschnittlich 12% gesenkt und die Rüstzeiten um 35% reduziert werden.